8. Schwangerschaftsmonat

8. Monat
29. – 32. Schwangerschaftswoche

29. SSW:
In der neunundzwanzigsten Schwangerschaftswoche bin ich schon mit allen Sinnesorganen ausgestattet. Ich kann Geräusche wahrnehmen und kann zwischen hell und dunkel unterscheiden. Ich lächle, wenn Du zu mir sprichst, Mama!

Nun werde ich kräftig zulegen
Jetzt bin ich 37 Zentimeter groß und rund 1.300 Gramm schwer. Meine Muskulatur kräftige ich täglich, schließlich bin ich fleißig am Turnen, soweit das in Mamas Bauch überhaupt noch möglich ist.
Von der neunundzwanzigsten Schwangerschaftswoche bis zur Geburt erhalte ich vom Mutterkuchen wichtige Abwehrstoffe. So werde ich erfolgreich vor Infektionskrankheiten geschützt.

Ich kann riechen!
Mein Geruchssinn ist bereits voll entwickelt, nun warte ich nur mehr auf den ersten Luftkontakt. Alle Geruchseindrücke nach der Geburt werden vom Baby abgespeichert.

Ich erkenne Mamas und Papas Stimme
Unter vielen anderen Stimmen kenne ich die meiner Eltern prompt heraus. Sprecht also viel mit mir, ich mag den Klang Eurer Stimmen!

Atemnot, Sodbrennen und Rückenschmerzen
Das alles schlägt sich nun bei der werdenden Mama nieder. Durchhalten, lautet die Devise. Es ist ja nicht mehr allzu lange bis zum errechneten Geburtstermin. Die Gebärmutter bereitet sich auch gemächlich auf die Geburt vor und Übungswehen können einsetzen.

30. SSW:
In der dreißigsten Schwangerschaftswoche sind die Lungen des Babys beinahe vollständig ausgebildet. Das Gleiche gilt für den  Verdauungstrakt. Nun wachse ich nicht mehr oder nicht mehr viel, dafür werde ich noch reichlich an Gewicht zulegen. Ich bin mittlerweile gute 40 Zentimeter groß. Eine beachtliche Größe, wenn man bedenkt, welch kleines Würmchen ich noch vor etlichen Wochen war.

Jetzt erhalte ich endlich „echtes“ Kopfhaar und die Lanugo-Behaarung bildet sich zurück. Auch das Aussehen meiner Haut verändert sich. Meine weiche Babyhaut wird glatter. Das habe ich der wachsenden Fettschicht zu verdanken.

Hilfe! Es mangelt an Platz
Nun muss ich mich klein machen. Ich ziehe die Beinchen an, verschränke meine Arme und neige sanft mein Kinn zur Brust. Eine ganz spezielle Stellung, die sich Fötusstellung nennt. Jetzt ist es wirklich „höchste Eisenbahn“, dass ich mich nach unten drehe und mich für die Geburt startklar mache.

An ein geruhsames Nächtigen ist nicht mehr zu denken
Verständlich! Der Bauch nimmt mittlerweile so viel Platz ein, dass es schwer wird, eine angenehme Schlafposition zu finden. Darum schreiten wir in Windeseile weiter zur nächsten Schwangerschaftswoche.

31. SSW:
Die einunddreißigste Schwangerschaftswoche nimmt ihren Lauf. Meine Proportionen passen nun perfekt zueinander. Das hübsche Köpfchen passt auf den wohlgeformten Körper und umgekehrt. Da der Platz in Mamas Bauch jetzt richtig eng wird, macht es keinen Spaß mehr Purzelbäume zu schlagen und zu turnen. Ich gehe lieber in mich und harre der Dinge, die nun kommen werden. Obwohl im kleinen Raum absolute Enge herrscht, nehme ich noch immer kräftig an Gewicht zu. Wenn das so weitergeht, platzen Mama und ich aus allen Nähten.

Oho, was ist denn das?
Ich kann schon Pipi machen. Das probiere ich gleich nochmal. Aber nicht nur das Wasser lassen klappt einwandfrei, ich entpuppe mich auch als kleiner Träumer. Untersuchungen der Gehirne von Ungeborenen haben gezeigt, dass Babys etwa ab dem siebten Schwangerschaftsmonat Traumphasen durchlaufen. Träum süß, mein Schatz!

Nun wird Mama pro Woche etwa ein halbes Kilogramm zunehmen. Funktioniert das tatsächlich noch? Sie ist ja schon so kugelrund.

Ich bin Herr meiner Sinne
Ja, das bin ich wirklich. Denn ich kann tasten, riechen und schmecken. Ich kann sehen und hören.  Alle Sinnesorgane funktionieren fantastisch. Mein Spiel mit der Nabelschnur ist kein simples mehr, ich zeige Geschick und Ausdauer. An meiner Gewichtszunahme muss ich noch drehen, denn schließlich muss ich mein Gewicht noch verdoppeln. Bis zum erreichten Geburtstermin soll ich 3500 Gramm erreicht haben. Das ist zu schaffen!

32. SSW:
In der zweiunddreißigsten Schwangerschaftswoche verrät die Messlatte: Ich bin 42 Zentimeter groß und mein Gewicht erreicht nun 1,7 Kilogramm.
Viele kleine ankommende Erdenbürger haben bereits den Kopf voller Haare, andere müssen sich mit ein paar wenigen Strähnen begnügen. Wie es mit meiner Haarpracht bestellt ist, wird vorab noch nicht verraten.

Wenn ich ein Junge bin, hängen jetzt Hoden zwischen meinen Beinen. Sie sind gut erkennbar, es lohnt sich also, genau hinzugucken.

An ein wildes Herumturnen und an Purzelbaum schlagen ist nicht mehr zu denken, dafür reicht der Platz in der zweiunddreißigsten Schwangerschaftswoche nicht mehr aus. Ich werde ruhiger und Mama spürt mich jetzt nicht mehr ganz so oft. Dafür drehe und wende ich mein Köpfchen jetzt immer seitlich.

Eigentlich bin ich schon fertig ausgebacken
Wenn ich nun zur Welt käme, hätte ich sehr gute Überlebenschancen. Ich bin ausreichend mit Nährstoffen versorgt worden, die mir nun zugute kommen würden, wenn der Klapperstorch bereits zu einem Landeanflug ansetzen würde.

Auch die Lungenbläschen reifen zügig voran, so dass sie nach dem Ausatmen nicht einfach wieder zusammenklappen und schlapp machen.

Gebärpositionen können schon einmal geübt werden
Das gilt nicht nur für die Mama. Auch der Papa kann sich dabei gerne beteiligen. So arbeiten wir gemeinsam im Teamwork, wir drei!

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